Sie suchen die passende Maklersoftware für Ihre Maklertätigkeit? Der deutsche Markt bietet heute ein vielfältiges Angebot an spezialisierten Lösungen – von günstigen All-in-One-Paketen für Solo-Makler bis hin zu umfassenden Enterprise-Systemen für große Agenturen, die gezielt auf die Anforderungen im Immobilienbereich zugeschnitten sind. Maklersoftware wird speziell für den Immobilienbereich entwickelt und deckt die Besonderheiten dieser Branche ab. Die Erfahrung mit verschiedenen Systemen spielt eine entscheidende Rolle bei der Auswahl und Nutzung der passenden Software. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Funktionen moderne Maklersoftware mitbringen sollte, für wen sich welches Angebot eignet und warum ein Vergleich der verschiedenen Angebote unerlässlich ist, um die Software zu finden, die wirklich zu Ihrem Geschäftsmodell passt.
Die passende Maklersoftware für Ihre Situation
Bevor Sie sich in technische Details vertiefen, sollten Sie Ihre grundsätzliche Ausgangslage klären:
Sie sind Solo-Makler oder führen ein kleines Team mit 2-5 Personen? Dann suchen Sie nach kostengünstigen All-in-One-Lösungen mit transparenten Monatsbeiträgen und flexiblen Verträgen. Die Maklersoftware sollte alle Kernfunktionen abdecken, ohne dass Sie für jeden Nutzer extra bezahlen müssen. immoprofessional bietet hier beispielsweise ein Komplettpaket ab 69,95 € pro Monat – unabhängig von der Nutzeranzahl. Auch flowfact Mini oder OpenMakler sind für diese Zielgruppe konzipiert.
Sie führen eine etablierte Agentur mit 5-15 Maklern? Für Teams dieser Größe wird Zusammenarbeit zum zentralen Thema. Die Maklersoftware muss gemeinsame Datenbanken, Lead-Distribution und Team-Kalender bieten. Typische Softwarelösungen in diesem Segment sind flowfact oder onOffice, die beide ab etwa 79 € pro Nutzer und Monat starten und auf Team-Kollaboration ausgelegt sind.
Sie benötigen eine Enterprise-Lösung für mehr als 15 Makler? Dann stehen API-Integration, Customization und Premium-Support im Vordergrund. Die Maklersoftware muss sich in Ihre bestehende Unternehmens-IT integrieren lassen. Anbieter wie propstack (API-first) oder onOffice enterprise bieten diese Flexibilität – allerdings mit entsprechend höheren Investitionen.
Was ist Maklersoftware?
Maklersoftware ist eine spezialisierte Branchenlösung für Immobilienmakler. Im Kern handelt es sich um ein zentrales System, das alle Prozesse der Maklertätigkeit verwaltet, automatisiert und vereinfacht – von der ersten Kontaktaufnahme über die Objektvermarktung bis zum erfolgreichen Abschluss. Immobilienmaklersoftware ist dabei speziell auf die Anforderungen von Maklern zugeschnitten und unterscheidet sich deutlich von generischer CRM-Software, da sie branchenspezifische Funktionen und Schnittstellenintegration für den Datenaustausch mit Immobilienportalen und Websites bietet.
Der entscheidende Unterschied zu klassischer CRM-Software liegt in der Ausrichtung: Während ein normales CRM kontaktzentriert arbeitet (alle Daten drehen sich um Personen), stellt Maklersoftware das Immobilienobjekt in den Mittelpunkt. Alle Kontakte – ob Eigentümer, Interessenten oder Notare – alle Aktivitäten wie Besichtigungen und Telefonate sowie alle Dokumente wie Exposés und Verträge sind mit dem jeweiligen Objekt verknüpft.
Diese objektzentrierte Struktur ermöglicht spezialisierte Funktionen, die eine generische CRM-Lösung nicht leisten kann: etwa die automatische Erstellung von Exposés mit allen Objektdaten, die Synchronisierung zu Immobilienportalen wie Immobilienscout24 oder das intelligente Matching von Objekten mit gespeicherten Interessentenprofilen.
Maklersoftware vs. Hausverwaltungssoftware
Wichtig ist die klare Unterscheidung zur Hausverwaltungssoftware. Beide Systeme bedienen unterschiedliche Geschäftsmodelle und sollten nicht verwechselt werden: Sie bilden jeweils verschiedene Geschäftsprozesse ab und unterstützen diese gezielt.
Maklersoftware ist ein Vertriebs- und Marketing-Tool für den kurzfristigen Prozess des Immobilienverkaufs oder der Vermietung. Das Ziel: schnelle Vermarktung, hohe Reichweite und erfolgreicher Abschluss. Sobald der Mietvertrag unterschrieben oder der Kaufvertrag beim Notar ist, endet der typische Workflow einer Maklersoftware.
Hausverwaltungssoftware dient dem langfristigen Management einer Immobilie nach Einzug. Der Hauptzweck ist die Werterhaltung der Immobilie. Typische Funktionen sind komplexe Buchhaltung für Mieteinnahmen und Kautionen, jährliche Nebenkostenabrechnungen, WEG-Verwaltung und laufendes Schadenmanagement. Diese Aufgaben gehören nicht zum Kerngeschäft eines Maklers und sind in klassischer Maklersoftware auch nicht abgebildet.
Einige wenige Anbieter wie fio systems bieten Hybrid-Lösungen an, die beide Welten verbinden – allerdings zu höheren Preisen (ab 249 € pro Monat) und mit erhöhter Komplexität.
Die wichtigsten Funktionen moderner Maklersoftware
Jede professionelle Maklersoftware sollte diese Kernfunktionen mitbringen. Moderne Maklersoftware ist darauf ausgelegt, die Arbeit im Maklerbüro effizienter und strukturierter zu gestalten. Ohne diese Basis-Features ist effizientes Arbeiten im heutigen Immobilienmarkt kaum noch möglich:
1. Objektverwaltung
Die Objektverwaltung ist das Herzstück jeder Maklersoftware. Hier werden alle immobilienbezogenen Informationen zentral erfasst: Adressen, Größen, Preise, Ausstattungsmerkmale, Fotos und rechtliche Dokumente. Die Immobilien Software ermöglicht es, Immobilienangebote effizient zu verwalten und über Schnittstellen an verschiedene Immobilienportale zu übermitteln. Eine gute Maklersoftware erfasst typischerweise über 30 spezifische Objektmerkmale – von Basisdaten wie Wohnfläche, Zimmeranzahl und Preis über Ausstattungsdetails wie Balkon, Einbauküche oder Keller bis hin zu den rechtlich erforderlichen Energieausweis-Angaben.
Diese strukturierte Erfassung macht eine der leistungsstärksten Funktionen möglich: das automatische Kundenmatching. Die Maklersoftware vergleicht die Daten eines neu eingegebenen Objekts mit allen gespeicherten Suchprofilen im CRM und liefert sofort eine Liste potenzieller Interessenten. Was früher manuelles Durchsuchen von Kontakten bedeutete, erledigt die Maklersoftware heute in Sekundenschnelle.
2. Kunden- & Kontaktverwaltung (CRM)
Das CRM-Modul einer Maklersoftware verwaltet alle Stakeholder: Eigentümer, Interessenten, Notare und Partner. Jeder Kontakt kann mit spezifischen Objekten und Aktivitäten verknüpft werden. Die zentrale Speicherung und Pflege von Kundendaten bildet dabei die Grundlage für ein effizientes Kundenmanagement. So behalten Sie den Überblick über alle Beziehungen und können gezielt kommunizieren.
Eine professionelle Maklersoftware speichert zu jedem Kontakt nicht nur Stammdaten, sondern auch Such- und Kaufprofile, Kommunikationshistorie und Präferenzen. Das ermöglicht personalisierte Ansprache und effizientes Follow-up-Management.
3. Exposé-Erstellung & Verwaltung
Moderne Maklersoftware automatisiert die Erstellung professioneller Verkaufsunterlagen. Der Makler wählt eine Design-Vorlage, die Maklersoftware zieht automatisch alle Daten – Beschreibungen, Fotos, Grundrisse, Kennzahlen – aus der Objektverwaltung und befüllt das Exposé. Ein professionell gestaltetes Exposé ist entscheidend, da es das Interesse potenzieller Käufer weckt und maßgeblich beeinflusst. Was früher zeitaufwändige manuelle Arbeit mit Word-Vorlagen bedeutete, erledigt die Maklersoftware heute mit wenigen Klicks.
Fortgeschrittene Systeme bieten neben dem klassischen PDF-Exposé auch interaktive Online-Broschüren – im Grunde einzigartige Mini-Websites für die Immobilie, die Fotogalerien, Videos und sogar virtuelle Rundgänge einbetten können. immoprofessional setzt beispielsweise auf diesen Ansatz und integriert Objekte direkt in die professionelle Makler-Website.
4. Portal-Schnittstellen
Im deutschen Markt sind Immobilienportale heute die wichtigste Quelle für Lead-Generierung. Ein Makler muss Inserate auf mehreren Plattformen gleichzeitig schalten. Die wichtigsten Portale sind ImmoScout24, Immowelt und Immonet. Weitere häufig genutzte Portale sind eBay Kleinanzeigen und ivd24.
Die manuelle Eingabe eines Inserats auf 3-5 separate Portale kostet nicht nur Zeit, sondern birgt auch Fehlerquellen – etwa wenn auf einem Portal der falsche Preis steht oder ein Foto fehlt. Die Portal-Schnittstelle einer Maklersoftware löst dieses Problem: Sie geben die Daten einmal in der Maklersoftware ein, wählen die gewünschten Portale aus und übertragen das Inserat mit einem Klick. Die Software sorgt dafür, dass Ihre Angebote automatisch auf mehreren Portalen präsentiert und zentral verwaltet werden. Diese Automatisierung basiert typischerweise auf dem OpenImmo-Standard, der im deutschen Immobilienmarkt universell akzeptiert ist.
5. Website-Builder
Die meisten Anbieter von Maklersoftware bieten integrierte Website-Builder an. Der entscheidende Vorteil gegenüber separaten Website-Baukästen: Die direkte Integration mit der Objektverwaltung. Die Maklersoftware zieht automatisch alle aktiven Objekte aus der Datenbank und zeigt sie auf Ihrer Website an. Eine gut strukturierte Seite ist dabei essenziell, um Immobilienangebote optimal zu präsentieren und die Nutzerfreundlichkeit für potenzielle Kunden zu erhöhen. Diese Automatisierung stellt sicher, dass Ihre Website immer aktuell ist – ohne Doppeleingabe, ohne manuelle Synchronisierung.
immoprofessional verfolgt hier einen besonderen "Website-First"-Ansatz: Die professionelle Website ist nicht ein Add-on zur Maklersoftware, sondern bildet das Fundament des gesamten Systems. Maklersoftware und Website sind von Grund auf als Einheit konzipiert – eine Lösung, die besonders für Solo-Makler und kleine Teams interessant ist, die mit einem überschaubaren Budget professionell auftreten möchten.
Standard-Features guter Website-Builder: Responsive Design für mobile Optimierung, grundlegende SEO-Tools und SSL-Verschlüsselung für Sicherheit und Vertrauen.
6. Lead-Management
Das Lead-Management-Modul ist das digitale Gegenstück zu den Portal-Schnittstellen. Es löst ein zentrales Problem vieler Makler: Anfragen gehen verloren oder werden zu langsam bearbeitet, weil keine strukturierte Erfassung und Nachverfolgung existiert.
Eine gute Maklersoftware funktioniert als einheitlicher Posteingang für alle Anfragen und automatisiert den kompletten Lead-Prozess:
Ein guter Kundenservice im Lead-Management-Modul trägt dazu bei, die Kundenzufriedenheit zu erhöhen und die Effizienz der Arbeitsprozesse zu verbessern. Dieser automatisierte Workflow durch die Maklersoftware stellt sicher, dass keine Anfrage verloren geht, Antworten innerhalb von Minuten erfolgen (auch nachts und am Wochenende) und alle rechtlichen Anforderungen erfüllt werden.
7. Aktivitäten- & Prozessmanagement
Professionelle Maklersoftware protokolliert, verfolgt und dokumentiert alle Aktivitäten: Anrufe, E-Mails, Besichtigungen, Vertragsverhandlungen. Die lückenlose Dokumentation ist nicht nur organisatorisch sinnvoll, sondern oft auch rechtlich notwendig – etwa wenn es später zu Streitigkeiten über Zusagen oder Vereinbarungen kommt.
Eine moderne Maklersoftware bietet integrierte Terminplanung, Aufgabenmanagement und teilweise sogar Workflow-Automatisierung – etwa automatische Erinnerungen an Follow-ups oder die Erstellung von Checklisten für Besichtigungen.
8. Dokumentenmanagement (DMS)
Ein strukturiertes Dokumentenmanagement-System ist Teil jeder professionellen Maklersoftware. Hier werden alle relevanten Dokumente zentral gespeichert und dem korrekten Objekt und Kontakt zugeordnet: Verträge, Grundrisse, Grundbuchauszüge, Energieausweise, Fotos, Videos. Auch rechtliche Dokumente wie die Widerrufsbelehrung können automatisch erstellt, verwaltet und in die Prozesse eingebunden werden, um die Rechtssicherheit zu gewährleisten.
Die zentrale Ablage in der Maklersoftware stellt sicher, dass alle Unterlagen schnell auffindbar sind, nichts verloren geht und auch Kollegen im Team sofort Zugriff auf alle relevanten Informationen haben.
9. Besichtigungstermine & Terminmanagement
Ein professionelles Terminmanagement ist für Immobilienmakler heute unverzichtbar, um den Überblick über eine Vielzahl von Terminen, Besichtigungen und Kundengesprächen zu behalten. Moderne Maklersoftware bietet hierfür integrierte Kalenderfunktionen, die speziell auf die Anforderungen der Immobilienvermittlung zugeschnitten sind. So können alle Termine – von der ersten Objektbesichtigung bis zum finalen Vertragsgespräch – zentral geplant, verwaltet und dokumentiert werden.
Die Nutzung einer Maklersoftware mit integriertem Terminmanagement ermöglicht es, Besichtigungstermine direkt mit den jeweiligen Immobilienangeboten, Kontakten und relevanten Dokumenten zu verknüpfen. So sind alle Informationen rund um einen Termin – wie Exposés, Grundrisse oder Widerrufsbelehrungen – jederzeit griffbereit und können bei Bedarf schnell abgerufen oder an Interessenten versendet werden. Automatische Erinnerungsfunktionen sorgen dafür, dass kein Termin vergessen wird und alle Beteiligten rechtzeitig informiert sind – ein entscheidender Vorteil für die Effizienz im Arbeitsalltag.
Gerade bei der Koordination von mehreren Besichtigungen, Rundgängen oder Events mit verschiedenen Interessenten und Eigentümern ist eine zentrale Terminverwaltung Gold wert. Die Software ermöglicht es, Termine mit wenigen Klicks zu erstellen, zu verschieben oder abzusagen und dabei stets die Übersicht über alle laufenden Vorgänge zu behalten. Durch die Integration mit der Kontaktdatenverwaltung und der Objektverwaltung werden alle relevanten Daten und Dokumente an einer Stelle gebündelt – das reduziert den Aufwand und erhöht die Transparenz im gesamten Prozess.
Ein weiterer Pluspunkt: Die meisten modernen Maklersoftware-Lösungen bieten eine benutzerfreundliche Oberfläche, die eine intuitive Bedienung auch für weniger technikaffine Nutzer ermöglicht. Eine intuitive Benutzeroberfläche ist entscheidend, um die Software effizient nutzen zu können und die Einarbeitungszeit zu minimieren. So können alle Mitarbeiter – vom Einzelkämpfer bis zum großen Team – die Terminverwaltung effizient nutzen, ohne lange Einarbeitungszeiten oder aufwändige Schulungen.
Für wen eignet sich welche Maklersoftware?
Die Wahl der richtigen Maklersoftware und des passenden Funktionsumfangs hängt direkt von Größe und Komplexität Ihres Maklerunternehmens ab. Was für einen Solo-Makler perfekt passt, kann für eine 20-Personen-Agentur völlig ungeeignet sein. Für die optimale Immobilienvermarktung finden Sie unseren Maklersoftware Vergleich hier.
Solo-Makler
Typisches Profil: Einzelunternehmen, oft im Home Office, mit begrenztem Budget und schwankendem Objektbestand.
Die größten Herausforderungen:
Die passende Maklersoftware für Solo-Makler: Sie benötigen kostengünstige Lösungen mit allen Kernfunktionen, aber ohne unnötigen Enterprise-Ballast. Ein unkomplizierter Start mit der neuen Maklersoftware ist besonders wichtig, damit Sie ohne lange Einarbeitung direkt loslegen können. Flexible Monatsverträge sind wichtig, da Ihr Geschäft möglicherweise saisonalen Schwankungen unterliegt.
Konkrete Empfehlungen:
Die Maklersoftware sollte auf dieser Ebene CRM, Exposé-Generierung und Portal-Synchronisierung als Kernfunktionen abdecken. Ohne diese drei Basis-Features sind Sie im heutigen Markt nicht wettbewerbsfähig.
Kleine Teams (2-10 Makler)
Der entscheidende Unterschied: Die Maklersoftware wandelt sich von einem persönlichen Tool zur kollaborativen Team-Plattform.
Neue Anforderungen an die Immobilienmakler Software:
Die passende Immobilienmakler Software für kleine Teams: Ab dieser Größe lohnen sich spezialisierte Team-Lösungen. Wichtig: Prüfen Sie das Lizenzmodell genau. Viele Anbieter von Maklersoftware berechnen pro Nutzer – bei 5 Maklern können aus 79 € pro Monat schnell 395 € werden.
Konkrete Empfehlungen:
Enterprise-Lösungen (ab 10+ Makler)
Typisches Profil: Größere Multi-Office-Agenturen, Franchise-Netzwerke oder hochspezialisierte Firmen – etwa mit Fokus auf Gewerbeimmobilien, Projektentwicklung oder Investment-Immobilien.
Auslöser für Enterprise-Maklersoftware:
Die passende Immobilienmakler Software für Enterprise: Hier stehen nicht mehr die Kosten, sondern Flexibilität, Anpassbarkeit und strategische Passung im Vordergrund. Enterprise-Maklersoftware wird typischerweise mit individuellen Verträgen verkauft – "Preis auf Anfrage" ist die Regel.
Konkrete Empfehlungen:
Auf Enterprise-Level sollten Sie mit Implementierungszeiten von mehreren Wochen bis Monaten rechnen. Die Maklersoftware muss konfiguriert, an Ihre Prozesse angepasst und das Team geschult werden. Rechnen Sie diese Aufwände in Ihre Entscheidung ein.
Welche kostenlose Immobilienmakler Software gibt es?
Eine häufige Frage lautet: Gibt es kostenlose Maklersoftware? Die ehrliche Antwort: Echte kostenlose Maklersoftware mit vollem Funktionsumfang existiert nicht. Was es gibt, sind Freemium-Modelle und Open-Source-Projekte – beide mit erheblichen Einschränkungen.
Verfügbare Optionen:
Die realistischen Einschränkungen kostenloser Immobilienmakler Software:
Diese Lösungen sind für professionelle, wachsende Maklerunternehmen in der Regel nicht tragfähig:
Unser Fazit:
Kostenlose Maklersoftware eignet sich maximal für absolute Einsteiger, die erste Arbeitsschritte testen möchten. Für den professionellen Einsatz sollten Sie mit realistischen Budgets planen: 50-100 € pro Monat für Solo-Makler sind eine Investition, die sich durch Zeitersparnis und Professionalität schnell amortisiert. Maklersoftware ist heute kein Luxus mehr, sondern Business-Grundlage. Viele Anbieter machen den Umstieg auf ihre kostenpflichtige Maklersoftware durch einen Wechselbonus zusätzlich attraktiver.
Künstliche Intelligenz in der Immobilienmakler Software
Künstliche Intelligenz wird zunehmend in Maklersoftware integriert oder über spezialisierte Add-ons verfügbar gemacht. KI kann bestimmte zeitaufwändige Aufgaben teilweise oder vollständig automatisieren:
Typische KI-Anwendungsfälle in Maklersoftware:
Konkrete KI-Tools für Makler (zusätzlich oder integriert in Maklersoftware):
Wichtig: KI beschleunigt die Arbeit erheblich, ersetzt aber nicht die fachliche Kontrolle. Jeder KI-generierte Text, jedes KI-bearbeitete Foto sollte vom Makler geprüft werden. Maklersoftware mit integrierter KI ist komfortabler als separate Tools, aber auch hier gilt: Der Makler trägt die Verantwortung für die Richtigkeit aller Angaben.
Wie viel Provision bekommen Sie als Immobilienmakler?
Maklerprovisionen in Deutschland sind streng reguliert. Die Gesetze unterscheiden zwischen Vermietung und Immobilienverkauf – und ändern sich teilweise, sodass Maklersoftware mit aktuellen rechtlichen Vorgaben Schritt halten muss.
Moderne Maklersoftware unterstützt den Beruf des Immobilienmaklers, indem sie durch Automatisierung und Rechtssicherheit die täglichen beruflichen Aufgaben erleichtert und die Organisation im Immobiliengeschäft verbessert.
Vermietung
Gesetzliche Grundlage: Das "Bestellerprinzip" gilt seit Juni 2015.
Die Regel: Wer den Makler beauftragt, zahlt die Provision. In über 99% der Fälle ist dies der Vermieter. Es ist illegal, dem Mieter Kosten in Rechnung zu stellen, wenn der Makler vom Vermieter beauftragt wurde.
Typische Höhe: Die übliche Provision für Vermietung beträgt maximal 2 Nettokaltmieten plus 19% Mehrwertsteuer (insgesamt 2,38 Kaltmieten). Ihre Maklersoftware sollte diese Berechnungen automatisch durchführen können.
Verkauf
Gesetzliche Grundlage: Das Gesetz zur Provisionssplitting (§§ 656a–656d BGB) trat am 23. Dezember 2020 in Kraft.
Geltungsbereich: Dieses Gesetz gilt ausschließlich für "Wohnungen und Einfamilienhäuser". Gewerbeimmobilien, Mehrfamilienhäuser und Grundstücke fallen nicht darunter.
Die Regel: Wenn ein Makler für beide Parteien tätig ist – was häufig vorkommt –, muss er beiden Parteien eine exakt gleiche Provision berechnen (50/50-Teilung). Es ist nicht mehr legal, den Verkäufer mit 0% und den Käufer mit 6% zu belasten. Falls der Makler nur von einer Partei beauftragt wird, darf der Käufer maximal 50% der Gesamtprovision zahlen.
Typische Provisionshöhen nach Bundesland
Die Gesamtprovision variiert regional. Das Gesetz schreibt lediglich die 50/50-Teilung vor, nicht die absolute Höhe:
| Bundesland | Gesamtprovision (Brutto, inkl. MwSt.) | Anteil Käufer | Anteil Verkäufer |
|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 7,14% | 3,57% | 3,57% |
| Bayern | 7,14% | 3,57% | 3,57% |
| Berlin | 7,14% | 3,57% | 3,57% |
| Brandenburg | 7,14% | 3,57% | 3,57% |
| Hamburg | 6,25% | 3,12% | 3,13% |
| Hessen | 5,95% | 2,98% | 2,97% |
| Nordrhein-Westfalen | 7,14% | 3,57% | 3,57% |
| Sachsen | 7,14% | 3,57% | 3,57% |
Eine gute Maklersoftware sollte diese regionalen Unterschiede kennen und Provisionsberechnungen automatisch korrekt durchführen. Das verhindert rechtliche Fehler und spart Ihnen manuelle Rechnerei.
Wichtige technische Grundlagen für Maklersoftware
OpenImmo-Standard
OpenImmo e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der den einheitlichen Standard für Datenaustausch in der deutschsprachigen Immobilienbranche definiert und pflegt. Es handelt sich um ein XML-basiertes Datenformat, das von praktisch allen Anbietern von Maklersoftware unterstützt wird.
Warum OpenImmo für Maklersoftware entscheidend ist: OpenImmo ist die gemeinsame Sprache des deutschen PropTech-Ökosystems. Der Standard ermöglicht es Ihrer Maklersoftware, problemlos mit allen anderen Systemen zu kommunizieren – unter anderem erleichtert er die Integration mit Partnerlösungen:
OpenImmo schafft ein "einmal eingeben, überall nutzen"-Ökosystem. Ohne diesen universellen Standard wären die Automatisierungsfunktionen moderner Maklersoftware nicht möglich. Jede Maklersoftware, die in den deutschen Markt eintreten will, muss OpenImmo unterstützen – sonst ist sie nicht konkurrenzfähig.
Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Maklersoftware darauf: OpenImmo-Unterstützung sollte Standard sein, nicht Zusatzfeature. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Software ist ein wichtiger Vorteil für die Kunden, da sie sicherstellt, dass die Software stets auf dem neuesten Stand bleibt und neue Funktionen integriert werden.
Cloud vs. Desktop-Software
Aktueller Markttrend: Der Markt hat sich klar von Legacy-Desktop-Lösungen hin zu Cloud-basierter Maklersoftware (SaaS – Software-as-a-Service) verschoben.
Für die große Mehrheit der Makler ist Cloud-Maklersoftware die bessere Wahl:
Cloud-Maklersoftware (SaaS): Niedrige monatliche Abonnementgebühr. Der Anbieter kümmert sich um die gesamte IT-Infrastruktur, Server, Sicherheit und automatische Updates. Cloud-Lösungen decken dabei das ganze Spektrum an Maklerfunktionen ab und bieten umfassende Arbeitsabläufe für alle Anforderungen. Der entscheidende Vorteil: Zugriff von überall. Sie können von der Besichtigung aus per Smartphone auf die Maklersoftware zugreifen, zu Hause am Laptop arbeiten oder beim Notartermin schnell Dokumente abrufen. Für Makler, die definitionsgemäß mobil sind, ist dieser ortsunabhängige Zugriff ein nicht verhandelbarer Wettbewerbsvorteil. Automatisierung umfasst dabei das Senden von E-Mails, die Terminvereinbarung und das Einlesen von Kundenanfragen, was die Effizienz weiter steigert.
Desktop-Maklersoftware (On-Premise): Hohe Anfangsinvestition für Softwarelizenzen und Hardware. Sie oder Ihr IT-Personal sind für alle Wartungen, Backups und Sicherheitsupdates verantwortlich. Während einige Desktop-Lösungen noch existieren (etwa EXPOSE X oder OpenEstate), sind sie nicht mehr Marktstandard. Desktop-Maklersoftware eignet sich nur noch für sehr spezifische Szenarien – etwa wenn Sie aus Datenschutzgründen keine Cloud nutzen wollen oder können.
Empfehlung: Setzen Sie auf Cloud-Maklersoftware, sofern keine zwingenden Gründe dagegensprechen. Die Vorteile in Flexibilität, Aktualität und mobiler Verfügbarkeit überwiegen für Makler deutlich.
DSGVO-Compliance für Maklersoftware
Die Einhaltung der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist keine Option, sondern Pflicht. Maklersoftware verarbeitet hochsensible personenbezogene und finanzielle Daten – von Interessenten, Eigentümern, Mietern, Käufern. Ein Verstoß kann zu erheblichen Bußgeldern führen.
Was konforme Maklersoftware bieten muss:
Insbesondere CRM Immobiliensoftware muss höchste Datenschutzstandards erfüllen, da sie zentrale Kundendaten und Arbeitsabläufe von Maklern verarbeitet.
Wichtiger Hinweis – das "Serverstandort vs. Firmensitz"-Problem: Es reicht nicht aus, dass die Maklersoftware Daten auf EU-Servern hostet, wenn das Mutterunternehmen in einem Drittstaat wie den USA ansässig ist. US-basierte Muttergesellschaften unterliegen US-Gesetzen wie dem Cloud Act, die sie zwingen können, auf Daten auf ihren EU-Servern zuzugreifen – ein direkter Konflikt mit der DSGVO.
Die risikoärmste Strategie: Wählen Sie Maklersoftware, die sowohl EU-gehostet als auch EU-besessen und EU-betrieben ist. Dann unterliegen Ihre Daten ausschließlich europäischem Recht.
Entscheidungshilfe: So finden Sie die richtige Maklersoftware
Sie haben jetzt einen umfassenden Überblick über Maklersoftware – Funktionen, Anbieter, rechtliche Rahmenbedingungen.
Tipp: Nutzen Sie unsere Checkliste zur Auswahl der passenden Maklersoftware sowie weiterführende Ressourcen, um Ihre Entscheidung optimal vorzubereiten.
Jetzt geht es um die praktische Entscheidung. So gehen Sie systematisch vor:
Schritt 1: Budget festlegen
Seien Sie realistisch, was Sie für Maklersoftware ausgeben können und wollen:
Berücksichtigen Sie nicht nur die Lizenzkosten der Maklersoftware, sondern auch Aufwände für Einrichtung, Schulung und laufende Betreuung.
Schritt 2: Must-Have-Funktionen definieren
Nicht jede Maklersoftware muss alles können. Definieren Sie Ihre Prioritäten:
Absolute Must-Haves (ohne diese ist die Maklersoftware unbrauchbar):
Nice-to-Have (komfortabel, aber nicht zwingend):
Schritt 3: Testphasen konsequent nutzen
Fast alle Anbieter von Maklersoftware bieten kostenlose Testphasen oder Demos an. Nutzen Sie diese unbedingt:
Testen Sie die Maklersoftware mit realen Daten und echten Workflows. Fragen Sie sich:
Verlassen Sie sich nicht auf Marketing-Materialien. Testen Sie die Maklersoftware selbst.
Schritt 4: Prüfen Sie das Lizenzmodell genau
Die Kosten für Maklersoftware können sich drastisch unterscheiden, je nach Lizenzmodell:
Fragen Sie auch nach Zusatzkosten: Kostet Support extra? Gibt es Einrichtungsgebühren? Was passiert bei Vertragsverlängerung?
Schritt 5: Support und Einarbeitung berücksichtigen
Die beste Maklersoftware nützt nichts, wenn Sie nicht damit arbeiten können oder bei Problemen allein gelassen werden:
Lesen Sie Bewertungen anderer Makler. Plattformen wie Capterra, Trustpilot oder Google-Bewertungen geben oft ehrliche Einblicke in Support-Qualität und Nutzererfahrung mit der Maklersoftware.
Schritt 6: Zukunftssicherheit prüfen
Maklersoftware ist eine langfristige Entscheidung. Sie werden Monate oder Jahre mit dem System arbeiten. Prüfen Sie:
Achten Sie vor allem darauf, dass zukunftssichere Maklersoftware alle relevanten Funktionen integriert und regelmäßig erweitert wird. Regelmäßige, automatische Updates sind ein gutes Zeichen dafür, dass die Maklersoftware weiterentwickelt wird und mit den neuesten Anforderungen Schritt hält.
Investieren Sie Zeit in diese Recherche. Ein Wechsel der Maklersoftware nach einem Jahr ist aufwändig und kostet Produktivität.
Fazit: Maklersoftware ist heute unverzichtbar
Moderne Maklersoftware ist längst kein Luxus mehr, sondern die digitale Grundlage für effizientes Arbeiten im Immobilienmarkt. Immobiliensoftware ist heute ein unverzichtbares Werkzeug für Makler, da sie zahlreiche spezialisierte Funktionen, Integrationsmöglichkeiten und eine benutzerfreundliche Bedienung bietet, die die Effizienz im Immobiliengeschäft deutlich steigern. Ohne professionelle Maklersoftware sind Sie im Wettbewerb kaum noch konkurrenzfähig – weder in Geschwindigkeit, noch in Professionalität, noch in der Reichweite Ihrer Vermarktung. Die beste Maklersoftware sorgt zudem für schnellere Prozessabläufe, indem sie Arbeitsprozesse optimiert und automatisiert.
Die richtige Maklersoftware hängt von Ihrer individuellen Situation ab:
Unabhängig von Ihrer Größe: Investieren Sie Zeit in die Auswahl der Maklersoftware. Nutzen Sie Testphasen, prüfen Sie Lizenzmodelle genau und berücksichtigen Sie nicht nur heutige, sondern auch zukünftige Anforderungen. Die richtige Maklersoftware spart Ihnen nicht nur Zeit und Geld, sondern ermöglicht es Ihnen, sich auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt: den erfolgreichen Verkauf und die erfolgreiche Vermittlung von Immobilien.
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